vom 06. - 07. Oktober 2006

 

Die Ereignisse des Oktober 1806 in Übersichten - Hartmut Liebe

 Von Kronach bis Jena

25. September

Napoleon verließ Paris

 

28. September

Er machte in Mainz Station -

6. Oktober

Und kam über Würzburg am ins Große Hauptquartier der französischen Armee nach Bamberg. Nach dem preußischen Ultimatum vom 1. Oktober 1806 an die französische Regierung, welches bis zum 8. Oktober befristet war, zweifelte niemand mehr am Kriegsausbruch. Schon vor Ausbruch der Feindseligkeiten hatte seine der französische Kaiser etwa 200.000 Mann starke Armee im nördlichen Bayern versammelt. Er teilte seine160.000 Mann starke Streitmacht, in drei  Kolonnen ein. Er bereitete seinen Eimarsch in das heutige  Thüringen vor. Der Rest blieb in Reserve.

7./8. Oktober

In der Nacht zog sich das preußische Hauptquartier des Korps Tauentzien von Hof nach Schleiz zurück.

8. Oktober

Nach Ablauf der Frist des preuß.  Ultimatums setzte  Napoleon seine Truppen in Bewegung und zog über Bamberg nach Kronach in Oberfranken.

8. Oktober

Am Vormittag bezog Napoleon in Kronach im Pfarrhaus am Marienplatz sein Hauptquartier.

8. Oktober

Am Vormittag erreichte das französische Korps Murat den Ort Lobenstein.

8. Oktober

Gegen 12 Uhr erreichte der erste Trupp französischer Reiter  den Ort Ebersdorf.

8. Oktober

Der erste Zusammenstoß zwischen der Hauptarmee und dem Tauentzienschen Korps erfolgte am bei Saalburg.

8. Oktober

Am Nachmittag hatten die französischen Truppen unter Murat die seichte Saale oberhalb und unterhalb von Saalburg überschritten.

9. Oktober

In der Nacht zwischen  zwei und drei Uhr brach Napoleon selbst mit seinem Hauptquartier in Kronach auf und zog durch das Tal der Rodach  nach Nordhalben.

 

Den linke Flügel bilden das 5. Korps Lannes und das 7. Korps Augerau. Es zog von Bamberg über Coburg, Gräfental nach Saalfeld. Mit diesem traf am 10. Oktober Prinz Louis Ferdinand zusammen.

 

Die Hauptarmee (Mitte) stieß über Bamberg, Lichtenfels, Kronach, Lobenstein, Ebersdorf, und nach der Beendigung des Gefechtes bei Schleiz nach  Mittelpöllnitz und Gera vor. Der rechte Flügel bewegte sich in Richtung Plauen.

9. Oktober

Am Morgen wollten die in und um Schleiz stehenden preußisch-sächsischen Verbände in Richtung Neustadt abmarschieren. Es kam zum Gefecht. Tauentzien wurde geschlagen. In der Nacht vom 9. zum 10. Oktober wurde Schleiz geplündert.

9. Oktober

Nach dem Gefecht bei Schleiz fluteten die geschlagenen preußisch-sächsischen Truppen nach Triptis zurück. Es kam zu kleinen Rückzugsgefechten am Pörmitzer Wald und an der Tegauer Mühle.

9. Oktober

Gegen 12.30 Uhr erreicht Napoleon den Ort Ebersdorf und schlug sein Hauptquartier auf. Von da aus ritt er nach kurzer Rast nach Saalburg.

9. Oktober

Am späten Abend des erreichten die ersten in Schleiz geschlagenen preußisch-sächsischen Truppen die Stadt Neustadt an der Orla.

9. Oktober

Die vom Rückzug sehr erschöpften Truppen Tauentziens bezogen am Abend bei Triptis ein Biwak ohne Lebensmittel, Fourage und Bagage.

9. Oktober

Nach dem Sieg bei Schleiz kehrte  Napoleon nach Ebersdorf zurück und bezog im fürstlichen Schloss derer von Reuß-Ebersdorf Nachtquartier.

10. Oktober.

Der rechte Flügel unter Soult  erreichte die Stadt Plauen.

10. Oktober

Napoleon kam gegen 15 Uhr nach Schleiz und bezog im Schloss Quartier. Der Durchmarsch französischer Truppen in Schleiz hielt auch am 11. und 12. Oktober an. Viele Tausend bezogen  Lager, hausten und plünderten

10. Oktober

Am Abend wurde Oettersdorf bei Schleiz in Brand gesteckt. Das Dorf brannte fast völlig nieder.

10. Oktober

Der linken Flügel der napoleonischen Armee schlug das Korps des preuß. Prinz Louis Ferdinand bei Saalfeld. Der Prinz  wurde getötet.

10. Oktober

Der preuß. Fürst Hohenlohe brach am früh um 3 Uhr aus Jena auf, und erreichte um 6 Uhr die Stadt Kahla. Sein Ziel war das preußisch-sächsische Lager bei Mittelpöllnitz. In Neustadt erfuhr er , dass einige einer Truppen das Marschziel nicht erreicht hatten. Er setzt seinen Marsch nach Neustadt fort, und erreichte die Stadt am Mittag. Er erfuhr das Tauentzien bei Schleizer geschlagen worden war.

10. Oktober

Die flüchtenden  Truppen von Korps Tauentzien wurden am 10. Oktober von den Franzosen bei Auma und Triptis abermals attackiert.

10. Oktober

Um die Verbindung für die preußisch-sächsische Armee zwischen Gera und Saalfeld abzuschneiden, ließ Napoleon noch am Abend Triptis besetzen. Die Stadt wurde geplündert.

10. Oktober

Die ersten französischen Truppen erreichten die thüringische Stadt Auma. Die Stadt wurde in der Nacht vom 10./11.Oktober von den Truppen Murats und Bernadottes geplündert.

10. Oktober

Gegen 15 Uhr bezog Napoleon sein Hauptquartier in Schleiz. Am Abend befahl Napoleon seinen Truppen am nächsten Tag in Richtung Gera vorzustoßen.

10. Oktober

Kaum war am Abend die Abteilung Boguslawski aus Neustadt abmarschiert, erschienen die ersten Franzosen vor den Toren der Stadt.  

10. Oktober

Am Abend ritten die ersten französischen Chasseurs in Pößneck ein. In der Nacht vom 10. zum 11. Oktober befand sich eine große Anzahl Franzosen in der Stadt und plünderten. Bereits vor Tagesanbruch marschierten sie nach Neustadt weiter. 

10./11. Oktober

Tagesanbruch des 10. Oktober Tages ritten der sächsische General v. Zetzschwitz mit mehreren Offizieren von Stadtroda in Richtung  Mörsdorf, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen.             Am Abend des 10. Oktober traf der sächsische Generalleutnant und Kommandeur der sächsischen Kavallerie Joachim Friedrich Gotthelf v. Zetzschwitz und seine Begleitung wieder in der Stadt ein.  Abends, ungefähr 10 Uhr kam ganz unvermutet das preußische Infanterieregiment von Zweiffel. In der Nacht, nach 24 Uhr, traf auch das preußische Jägerkorps hier ein und nahm von Selbst und mit drohender Gewalt Quartier.

10./11. Oktober

In der Nacht vom 10. zum 11. Oktober befahl Napoleon von seinem Hauptquartier in Schleiz, der gesamten Armee in Richtung  Gera vorzustoßen. 

11. Oktober

Am Abend erreichte das gesamte Korps Lannes in einer Stärke von 20.000 Mann in der ungefähr 2.600 Einwohner zählenden sächsischen Stadt Neustadt an der Orla. Die Stadt wurde geplündert.

11. Oktober

Napoleon verließ Schleiz und bezog in Auma sein Hauptquartier.

11. Oktober

Am Nachmittag ritt Napoleon von Auma   nach Gera. Er inspizierte die Stadt und Umgebung. Er fand die preußischen Truppen nicht  und ritt am Abend nach Auma zurück.

11. Oktober

Tauentzien, inzwischen von Mittelpöllnitz nach  Stadtroda zurückgegangen, errichtete am 11. Oktober seine Auffangstellung. Am Nachmittag löste er sie wieder auf und zog in Richtung Lobeda, Burgau auf die Stadt Jena umgebenden Berge.

11. Oktober

Am Vormittag 10 Uhr, verbreitete sich in Gera die Nachricht das die französische Armee im Anmarsch wäre. Die hier im Quartier gelegenen preußischen und sächsischen Soldaten machten sich marschfertig. Sie brachen auf, um sich nach Zeitz zurückzuziehen. Kaum waren am 11. Oktober die letzten Scharmützel mit den sächsischen Dragonern beendet, begann der Einmarsch der französischen Armee.

11. Oktober

Gegen 15 Uhr brach Napoleon von Auma aus zu einem Erkundungsritt nach Gera auf. Gegen 17 Uhr verließ er Gera und ritt zurück nach Auma. Kaum hatte der Kaiser Gera verlassen  begann die Plünderung der Häuser.

11./12. Oktober

Französische Kundschafter sichteten die preußisch-sächsischen Truppen in der Nähe der Städte Erfurt, Weimar und Jena. In der Nacht vom 11. zum 12. Oktober ordnete Napoleon in seinem Quartier in Auma den grandiosen Linksschwenk aller Truppen und den Marsch nach Jena an.

12. Oktober

Am 12. Oktober verließen alle bisher in Gera und Umgebung lagernden Truppen die Stadt Gera und marschierten in Richtung Naumburg davon. Neue französische Truppen kamen.

12. Oktober

Napoleon bezog in Gera sein Hauptquartier.

12. Oktober

 Die ersten Franzosen erreichten Stadtroda.

12.  Oktober

Unmittelbar vor den Toren der Stadt Jena war am Nachmittag der  Posten bei Maua von der Vorhut des Marschall Lannes angegriffen und mit erheblichen Verlusten bis nach Winzerla zurückgedrängt worden. In Folge entwickelte sich der Kampf um die Orte  Maua, Winzerla, Lobeda, Ammerbach.

12. Oktober

Die Truppen Hohenlohes zogen sich aus Jena auf die Hochebene des Landgrafenplateaues zurück

13. Oktober

Das Preußische Hauptlager befand sich zu dieser Zeit zwischen Großromstdet, Isserstedt und Kapellendorf.

13. Oktober

 Marschall Lannes meldete, dass er eine preußische Vorhut bei Jena zurückgeworfen, und die Saaleübergänge bei Jena in seinen Besitz gebracht habe. Napoleon gab Marschall Soult den Befehl auf die Stadt Roda zu marschieren und sich hinter dem Ort aufzustellen. Er selbst brach mit seinen Truppen um 9 Uhr von Gera in Richtung Jena auf. Noch unterwegs befahl er dem Marschall, auch seine anderen Divisionen nach Köstritz marschieren zu lassen.

13. Oktober

Um 11 Uhr traf das erste große Truppenkontingent unter Marschall Ney in Stadtroda ein. Die Stadt wurde geplündert. Das französische Feldpostamt und Napoleons Kutsche wurden in der Stadt stationiert.

13./14. Oktober

Die Bewohnern der Stadt Eisenberg verlebten die Nacht in Angst und Sorge. Man befürchtete in jeder Minute den  Einzug plündernder Franzosen. Diese zogen in ungeheuren Massen nach Jena, und in solcher Nähe durch die Dörfer des Holzlandes an der Stadt vorbei, dass man ihre Trommeln in Eisenberg hören konnte.

13. Oktober

Jena wurde von napoleonischen Truppen besetzt und geplündert. Gegen 16 Uhr erreicht Napoleon die Stadt. Nach kurzem  Aufenthalt sprengt er mit seiner Begleitung durch das Erfurter Tor zur Stadt hinaus. Sein Ziel, der Landgrafenberg. Vom Windknollen aus verschafft er sich einen ersten Überblick über die auf dem Plateau lagernden  preußisch-sächsischen Truppen.

14. Oktober

Französische Truppen marschieren durch Drackendorf bei Jena. Pfarrer Ludwig Wilhelm Gottlob Schlosser schrieb später seine Erlebnisse im Buches "Erlebnisse eines sächsischen Landpredigers in den Kriegsjahren 1806-1815" nieder.

14. Oktober

In der Nacht vom 13./14. Oktober hatte Napoleon nicht nur einen Großteil seiner Truppen, sondern auch Artillerie auf das Landgrafenplateau  gebracht. Schier unmögliches war gelungen. Um 6 Uhr gab Napoleon den Befehl zum Angriff. Die Doppelschlacht von Jena und Auerstedt hatte begonnen.